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Altöttinger Papier

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Sozialpädiatrischer Zentren (BAG SPZ) hat seit 1996 konsequent und fortlaufend Maßnahmen der Qualitätssicherung aufgebaut und weiter entwickelt. Dabei standen zunächst eigene Belange der Strukturqualität des SPZ im Mittelpunkt. Bereits mit der Festlegung der Behandlung im SPZ, aufgeteilt in Diagnostik und Therapie, wurde der enge Rahmen der Institutionsgrenze mit der Beschreibung multipler Schnittstellen im Zusammenhang mit der sozialpädiatrischen Komplexbehandlung jedoch wieder verlassen. Diese basiert auf der ebenfalls definierten “Mehrdimensionalen Bereichsdiagnostik in der Sozialpädiatrie (MBS)”, die in ausführlicher Form durch das interdisziplinäre Team des SPZ abgedeckt wird, grundsätzlich aber vom Ansatz her eine originäre Tätigkeit der niedergelassenen Kinder- und Jugendärzte beschreibt. Als erstes schriftlich niedergelegtes Ergebnis wurde am 08.03.2002 das Altöttinger Papier, welches die Rahmenbedingungen der Arbeit beschreibt in der BAG-Vollversammlung ohne Gegenstimme angenommen und von der Fachgesellschaft publiziert (Kinderärztliche Praxis 11/2002).

Aufgrund vieler Änderungen der Rahmenbedingungen wie z.B. veränderte Hochschulabschlüsse erfolgte eine Überarbeitung des Altöttinger Papiers (hier als download), die im Jahr 2014 von der BAG-Vollversammlung verabschiedet und anschließend vom Präsidium freigegeben wurde.

 

IVAN

Aufgrund der sich verändernden Rahmenbedingungen hat eine „Interdisziplinäre verbändeübergreifende Arbeitsgruppe Entwicklungsdiagnostik (IVAN)“ des BVKJ, der DGAAP und der DGSPJ ein Stufenkonzept der entwicklungs- und sozialpädiatrischen Versorgung erarbeitet. Ziel ist die verbesserte intersektorale kollegiale Versorgung der Kinder und Jugendlichen mit Entwicklungsstörungen. In diesem Sinne stellt das vorliegende Konzeptpapier auch nicht nur ein Qualitätspapier im Sinne früherer Qualitätszirkel z. B. der DGSPJ dar, sondern greift ebenso finanz- und gesundheitspolitische Aspekte als wichtige Rahmenbedingungen der Arbeit auf.

Das komplette Papier der Arbeitsgruppe (hier als download) wurde von allen beteiligten Fachverbänden verabschiedet.