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Öffentlicher Gesundheitsdienst

Öffentlicher Kinder- und Jugendgesundheitsdienst in der Sozialpädiatrie

Sozialpädiatrische Herausforderungen bestehen im gesamten Spektrum zwischen individueller Krankheit und öffentlicher Gesundheit.

Bundesweit ist der Öffentliche Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD) auf Ebene der Länder und Kommunen organisiert. Seine Aufgaben sind in den jeweiligen Gesundheitsdienstgesetzen der Bundesländer beschrieben. Diese umfassen in unterschiedlicher länderspezifischer Schwerpunktsetzung zum einen zentrale Überwachungs- und Koordinationsaufgaben und zum anderen  gemeinwesenbezogene Aufgaben der kommunalen Gesundheitsversorgung und –fürsorge wie:

In den letzten Jahren haben Aufgaben an Umfang und Bedeutung zugenommen, die in Zusammenhang mit Frühen Hilfen in der Kommune sowie mit der Inklusion chronisch kranker oder entwicklungsbeeinträchtigter Kinder in allgemeine Schulen stehen.  Weiterhin richten Jugendhilfeträger und Fachberater zunehmend Fragen und Erwartungen an den KJGD, um den besonderen (gesundheitlichen) Bedürfnissen der sehr jungen Kinder in Gemeinschaftseinrichtungen gerecht zu werden.

Nicht überall werden die genannten Aufgabenbereiche  flächendeckend oder in vergleichbarem Umfang erfüllt, sondern es werden je nach regionaler Bedarfslage und politischer Prioritätensetzung Schwerpunkte gesetzt.

Durch diese Nähe zur Kommunalpolitik, aber auch durch die  zur kommunalen Verwaltung – ganz besonders zur Jugend-, Sozial- und Eingliederungshilfe – haben die KJGDs die Chance, sozialpädiatrischen Bedürfnissen im kommunalen Handeln Gewicht zu verschaffen. Als „Mandatsträger im öffentlichen Auftrag“ haben die Fachkräfte aus den KJGDs Zugang zu den Kindergemeinschaftseinrichtungen. Es ist ihre Aufgabe, die Lücke zwischen pädagogischen und medizinischen Ansätzen zu schließen und pädiatrische Expertise sowohl im individuellen Kontext als auch in der Lebenswelt der Kinder systembezogen sicherzustellen.

Die im KJGD organisierte „gemeinwesenbezogene Sozialpädiatrie“  findet sich in der DGSPJ gut vertreten. Zur Bearbeitung spezifischer Fragestellungen hat  die Gesellschaft den Fachausschuss „Öffentlicher Kinder- und Jugendgesundheitsdienst“ eingerichtet.

Ansprechpartner in den Bundesländern sind Landessprecherinnen / Landessprecher, die als gewählte Vertreter aus dem Fachausschuss des Berufsverbands der Ärztinnen und Ärzte für öffentliches Gesundheitswesen hervorgehen. Die Kontaktdaten finden Sie im Word-Dokument. Kontakt mit den örtlichen Repräsentanten des KJGD bekommt man über die kommunalen Gesundheits-  oder Landratsämter.